Lohnt sich die Rückschulung auf die linke Hand?

Die Linkshänder sind bei unterschiedlichen Tätigkeiten oft auf den Gebrauch von der rechten Hand umgeschult. Der klassische Fall hierbei ist das Schreiben. Manche Linkshänder haben Handlungsabläufe umgedreht und dies unter Zwang oder auch freiwillig. Zur Führungshand wurde dabei die nicht dominante Hand auf der rechten Seite. Umschulungsfolgen in verschiedenen Ausprägungen und Bereichen kann dies auslösen.

Weshalb ist die Rückkehr wichtig?

Oftmals berichten die umgeschulten Linkshänder von dem inneren Gefühl der Unzufriedenheit. Die eigenen Fähigkeiten können schlecht eingeschätzt werden genauso wie sie sich selbst nur schwer einschätzen können. Oft besteht der Wunsch, sich besser kennen zu lernen, damit das Potential umgesetzt werden kann. Das Bedürfnis wächst daraus, dass verborgene Anlagen entdeckt und in das Leben integriert werden. Häufig wird die Frage gestellt, ob es sinnvoll wäre, den Weg zurück zu der ursprünglichen Anlage zu gehe. Wer zurückkehrt auf die dominante Seite, kann den Konten im Gehirn lockern. Bei den Gedanken werden die Verarbeitungswege einfacher. Bei umgeschulten Linkshändern kann die rechte Gehirnhälfte blockiert sein durch die Hemmung von der linken Hälfte des Körpers. Diese Gehirnhälfte kann nach der Rückkehr die kreativen Möglichkeiten einbringen. Wenn die ersten Hürden genommen sind, wird oft die große Freude an dem Tun mit der linken Hand entwickelt. Die Handlungen werden als stimmig empfunden, doch es müssen auch Stagnationen und Rückschläge überwunden werden. Oft wird davon berichtet, dass der Prozess langwierig und mühsam ist und dass es nicht selten auch Rückschläge gibt. Meist gibt es jedoch die positive Aufbruchstimmung, die auch anhält.

Was sollte noch für die Rückkehr beachtet werden?

Bei einer Rückkehr handelt es sich immer um ein individuelles Ereignis. Abhängig von der jeweiligen Persönlichkeit werden Kraftaufwand und Länge verschieden wahrgenommen. Das innere Erleben ist ebenfalls abhängig von der Person, der Situation und der Lebensgeschichte. Die Körperwahrnehmung ist ein wichtiges Instrument, wenn es um die ursprüngliche Anlage geht. Intensität und Tempo von den Veränderungen werden mit der Körperwahrnehmung festgelegt, dann hinterfragt und angepasst. Immer wieder sind Überraschungen möglich und dazu gehören neue Zukunftsperspektiven, die Umschulungsfolgen werden verschwinden oder schwächer und es gibt neue Persönlichkeitsanteile. Für die Rückkehr ist die wichtigste Grundlage immer die innere Sicherheit, dass die Menschen als Linkshänder geboren wurden. Bei einer Rückschulung au die dominante Hand muss immer mit einem längeren Prozess gerechnet werden.

Immer wieder wird es Erleichterung und auch Rückschläge geben. Oft werden positive Veränderungen auch erst dann spürbar, wenn die Umstellung bereits einige Zeit vollzogen ist und dann meist nur noch mit der linken Hand geschrieben wird. Manche berichten allerdings gleich zu Beginn von der Erleichterung im Bereich Persönlichkeit und Psyche. Auch soll es gleich häufig bereits Veränderungen im Bereich Gedächtnis und Konzentration geben. Jede Rückschulung stellt eine individuelle und persönliche Angelegenheit dar und die Entscheidung sollte auch gut durchdacht werden. Manche Zeitpunkte oder Phasen können hemmend wirken und anderes sind dafür günstig. Für das Gelingen von der Rückschulung gibt es kein Rezept, welches allgemein gültig ist. Wichtig für den Erfolg ist der Wunsch nach Veränderung und eine hohe Motivation. Wichtig sind auch Freunde und Partner, die Feingefühl für die besondere Situation haben. Der Tagesablauf muss Zeit für Entspannung und Erholung bieten, aber auch für Übungseinheiten. Stress oder vorangegangene Verletzungen der linken Hand können zu Problemen führen und hier kann der Zeitpunkt nicht der Richtige sein.